Wassergesamtrechnung (Water Accounts)
Wassergesamtrechnungen stellen primär die physischen Transfers von Wasser zwischen den natürlichen Wasserressourcen (z.B. Grundwasser, Flüssen, Seen) und den einzelnen Wirtschaftsbereichen dar. Neben Wassermengen (in 1.000 m³/Jahr) werden auch Schadstofffrachten (in t/Jahr) ausgewählter Schadstoffemissionen (z.B. Stickstoff, Phosphor, Schwermetalle etc.) in Gewässer sektorspezifisch erfasst.
Als ökonomische Größen werden Ausgaben und Finanzierung von wasserbezogenen Aktivitäten und der Bestand der Wasserversorgungs- und Wasserentsorgungsinfrastruktur monetär (nationale Währung) abgebildet.
Wassergesamtrechnungen bilden somit eine wesentliche Grundlage für Fragestellungen zur Wassernutzungseffizienz, Wasserproduktivität oder Emissionsintensität per Wirtschaftssektor. Weiters ermöglichen sie Analysen zur Wasserpreisgestaltung und zur Beurteilung der Effizienz von getätigten Investitionen im Wassersektor.
Die methodische Grundlage für Water Accounts ist seit 2007 das System of Environmental-Economic Accounting for Water (SEEAW, 2007) der Vereinten Nationen.
Die folgende Abbildung (Quelle: SEEAW,2007) zeigt die Wasserflüsse innerhalb der natürlichen Wasserressourcen (Box „Inland Water Resource System“), zwischen einzelnen Wirtschaftssektoren (Box „Economy“) sowie zwischen Umwelt und Wirtschaft. All diese Wasserflüsse (flows) bzw. die natürlichen Wasserbestände (stocks) werden in den Wassergesamtrechnungen quantitativ erfasst.
Die Wasserflüsse zwischen den natürlichen Wasserressourcen und der Wirtschaft sowie zwischen den einzelnen Wirtschaftssektoren werden in "Physical Use and Supply Tables", die natürlichen Wasserressourcen in „Physical Asset Tables“ quantitativ abgebildet. Die ökonomischen Größen werden in „Hybrid Tables“ dargestellt.
Schadstofffrachten werden sektorspezifisch unter Berücksichtigung betriebsinterner oder externer Abwasserreinigung in den „Emission Accounts“ den jeweiligen verursachenden Wirtschaftssektoren als Nettoemissionen zugerechnet.






