Ressourceneffizienz
Der weltweit wachsende Ressourcenverbrauch stellt einerseits eine große Belastung für die Umwelt dar, andererseits können Verknappungen schwerwiegende Folgen für die Wirtschaft haben.
Daher gilt der sparsame und effiziente Umgang mit natürlichen Ressourcen wie etwa Energierohstoffe, Biomasse oder Mineralien als eine der Schlüsselstrategien für eine nachhaltige Entwicklung unserer Gesellschaft.
Das Thema Ressourceneffizienz hat in Österreich wie auch in der EU und international (OECD, UNEP) in jüngster Zeit erheblich an umwelt- und wirtschaftspolitischer Relevanz gewonnen.
Die Europäische Kommission hat das Thema Ressourceneffizienz als eine von sieben Leitinitiativen innerhalb der „Strategie Europa 2020“ hervorgehoben. Darauf aufbauend veröffentlichte die Europäische Kommission den „Fahrplan für ein ressourcenschonendes Europa“, mit dem Ressourceneffizienz zu einer wesentlichen politischen Grundlage der Mitgliedsstaaten werden soll.
Leitindikator dieser politischen Initiative ist die „Ressourcenproduktivität“. Bei diesem regelmäßig von Eurostat veröffentlichten Indikator handelt es sich um das Verhältnis des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zum Inlandsmaterialverbrauch (DMC).
Ressourceneffizienz und Umweltgesamtrechnungen
Der Materialverbrauch einer Nation wird im Rahmen der Materialflussrechnung erhoben. Auf Basis dieser EU weit harmonisierten Methodik können vergleichbare Indikatoren auch zur Ressourceneffizienz erstellt werden (siehe Physische Konten - Materialflussrechnung).
Neben der EU verwenden auch die OECD und UN diese Indikatoren für ihre Ressourcenaktivitäten.
Für Österreich veröffentlicht die Statistik Austria jährlich aktuelle Ressourcenindikatoren als Modul der Umweltgesamtrechnungen.
Ressourceneffizienz in Österreich
Die Ressourceneffizienz in Österreich konnte trotz eines wachsenden absoluten Verbrauchs seit 1995 um 25 % gesteigert werden. Dies zeigt, dass es durch technologische Verbesserungen und strukturellen Wandel gelungen ist, den Materialverbrauch vom Wirtschaftswachstum zumindest teilweise zu entkoppeln. Ziel sollte aber eine absolute Entkopplung, also ein sinkender absoluter Verbrauch sein.






