Klima und Klimawandel
Das Klimageschehen wird durch den Menschen seit Beginn der Industrialisierung vor allem über die Emission von Treibhausgasen, die überwiegend beim Verbrauch von Ressourcen und durch die Verbrennung fossiler Energieträger entstehen, aber auch bei bestimmten industriellen Prozessen freigesetzt werden, beeinflusst. Dabei weisen Industrieländer grundsätzlich ein höheres Emissionsniveau auf als Schwellen- oder Entwicklungsländer. Im Bezug auf die Zusammensetzung der Treibhausgase dominiert (sowohl in Österreich als auch im internationalen Vergleich) CO2 die gesamten Treibhausgasemissionen.
Zur Verminderung des Klimawandels wurden 1997 im Kyoto-Protokoll erstmals für die Industriestaaten verbindliche Ziele zur Reduktion der Treibhausgase vereinbart. Österreichs Reduktionsverpflichtung beträgt dabei 13 % bis zur Periode 2008–2012, im Vergleich zum Basisjahr 1990. Im 4. Sachstandsbericht des zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC) im Auftrag der Vereinten Nationen (UN) sind die vom Menschen verursachten Treibhausgasemissionen mit einer Wahrscheinlichkeit von 90 % Ursache für den derzeitigen Klimawandel. Die Auswirkungen des Klimawandels sind regional sehr unterschiedlich und stellen eine der größten globalen Herausforderungen für die Zukunft dar. Bestimmte Regionen/Länder zeigen eine besondere Verwundbarkeit gegenüber Klimafolgen - sei es durch besonders starke regionale Klimaänderungen (Beispiel Mittelmeerraum oder Alpenraum), extreme Anfälligkeit des Ökosystems (Beispiel Sahel) oder geringe Anpassungsfähigkeit der Volkswirtschaft (Beispiel Bangladesch).
Forschung im Bereich Klimawandel besteht aus dem Bereich Klimaschutz bzw. Vermeidung/Rückführung von Treibhausgasemissionen, dem Bereich der Klimafolgenforschung, der sich mit den regionalen Auswirkungen der Klimaänderungen auf Mensch und Umwelt beschäftigt, und dem Bereich der Entwicklung von Anpassungsstrategien an den Klimawandel.
Die ökonomischen Folgen des Klimawandels, sofern keine geeigneten Maßnahmen getroffen werden die Treibhausgasemissionen zu reduzieren, wurden im 2006 veröffentlichen Stern-Report mit Schäden in der Höhe von voraussichtlich 5 - 20 % des globalen BIP beziffert. Gleichzeitig würden sich die Kosten für Maßnahmen, die eine Stabilisierung des Treibhausgasausstoßes bewirken und die Erderwärmung auf rd. 2°C beschränken sollen, auf ein Prozent des globalen BIP belaufen – sofern rasch gehandelt wird.
Klima, Emissionen und Umweltgesamtrechnungen
Über Luftemissionsrechnungen finden klimarelevante Daten Einzug in die physischen Konten der Umweltgesamtrechnungen. Dargestellt werden die Luftschaftstoffe bzw. Treibhausgase Schwefeldioxid (SO2), Stickoxide (NOx), flüchtige organische Verbindungen ohne Methan (NMVOC), Methan (CH4), Kohlenmonoxid (CO), Kohlendioxid (CO2 – insgesamt, aus fossilen Quellen, aus biogenen Quellen, aus sonstigen Quellen), Lachgas (N2O), Ammoniak (NH3) sowie Feinstaub (PM10).
Im Zeitraum von 1995 bis 2008 konnten großteils deutliche Rückgänge beim Ausstoß verzeichnet werden, lediglich die CO2 Emissionen sind um 26,7 % und die NOx Emissionen um 22,5% gestiegen.






